Die Not ist groß! - Vollwaise mit Kopftumor

Mohanned Saleh ist acht Jahre alt und Vollwaise. Bei seiner Geburt starb seine Mutter, sein Vater schon vorher. Am Dienstag wurde er im Klinikum wegen eines Kopftumors operiert. Es geht ihm gut - ein seltener Zustand in seinem jungen Leben.

Dass diesem Jungen aus dem Jemen, dem ärmsten arabischen Land und dem drittärmsten Staat der Welt, in Ingolstadt das Leben gerettet werden konnte, dafür mussten gleich mehrere kleine Wunder geschehen.

Vor 17 Jahren reiste die in Aichach lebende Aenne Rappel als Touristin in den Jemen. Dort erkrankte ihre Cousine; ein Fahrer brachte sie ins Krankenhaus: Sadeq Al Sufi, ein Jemenit, der von seinem Stamm, einer Gemeinschaft von circa 5000 Menschen, zum Scheich gewählt wurde.

Die Zustände im Krankenhaus waren katastrophal. Da entschloss sich Aenne Rappel, etwas zu unternehmen um zu helfen. Sie sammelte Geld und gründete die Jemen-Hilfe. Am 11. November 1998 wurde der Grundstein zu einem kleinen Krankenhaus in Al Mihlaf, 35 km nordwestlich von Ta'iz, gelegt. Seit dem 1. Dezember 2000 werden dort Patienten behandelt.

Bei ihren Aufenthalten im Jemen wurde Aenne Rappel auf die Not der Kinder aufmerksam. So gründete sie 2003 die Jemen Kinderhilfe. Dank dieser Initiative können derzeit elf Buben und fünf Mädchen in eine Schule geschickt und versorgt werden.

Beeindruckt von diesen Initiativen errichtete 2009 der bekannte Arzt Dr. Rainer von Manowski die Stiftung Jemenhilfe Deutschland. Er ist Erststifter und Vorsitzender des Stiftungsrates. Diese Stiftung unterstützt die von Aenne Rappel ins Leben gerufenen Organisationen.

Und wie kam der kleine Mohanned nach Ingolstadt? Nach seiner Geburt lebte er bei fremden Menschen. Vor zwei Jahren lernte ihn Scheich Sadeq Al Sufi kennen. Der Scheich, der kein reicher Mann vielmehr bettelarm ist, weil er seinen gesamten Grundbesitz veräußerte, um anderen helfen zu können, ist der Verwalter des von der Jemenhilfe betriebenen kleinen Krankenhauses. Mohanned wurde ihm zunächst als hyperaktives Kind, das Medikamente benötigt, vorgestellt. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass Mohanned an einem Kopftumor leidet. Aenne Rappel war es, die sich nun kümmerte: Visum, Geld für den Flug und vieles mehr organisierte sie. Bei ihr zu Hause lebten vor der Operation das Kind und der begleitende Scheich Sadeq.

Und die Kosten der Operation? Die Ärzte (Dr. Siamak Asgari und sein Team sowie Dr. Elfriede Ring-Mrozik ) operierten und behandelten unentgeltlich und das Klinikum versorgt den kleinen Patienten kostenlos.

Als Mohanned nach der Operation am Dienstag aufwachte und seinen Freund, den Scheich Sadeq, am Krankenbett sah, lächelte er. Der Scheich darf im Krankenhaus übernachten, damit das Kind eine Person seines Vertrauens in seiner Nähe weiß. Eine großartige Geste des Klinikums.

Und warum berichten wir darüber? Rita Zauner, Schriftführerein der Stiftung Jemenhilfe, erzählte Gertie Sandner, der Frau des miba-Chefs Heiner Sandner, die Geschichte und wies auf die bestehende Geldnot hin: Die Kosten für den Rückflug und die Nachbehandlung im Jemen, sowie für Unterkunft und Verpflegung des Vollwaisen müssen aufgebracht werden. Gertie Sandner zögerte nicht und rief uns an, damit wir unsere Leser vom Schicksal des kleinen Jungen in Kenntnis setzen und Sie bitten, finanzielle Unterstützung zu leisten. Werden Sie Mitglied der Jemen-Hilfe (Mitgliedbeitrag 30 Euro pro Jahr) oder der Jemen Kinderhilfe (Monatsbeitrag nach Ihrer Wahl zwischen fünf und hundert Euro). Sie können aber auch Stifter werden. Alle Zuwendenungen, auch einmalige Spenden sind steuerlich absetzbar.
Mehr dazu:
www.jemenhilfe-deutschland.de

Tragen Sie dazu bei, dass ein Kind wieder lächeln kann.

Gertie Sandner, Scheich Sadeq Al Sufi, Dr. Rainer von Manowski uns Aenne Rappel

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