Ein Mann, zwei Mal Mord?
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- Veröffentlicht am Mittwoch, 06. März 2013 18:30

(sh) In Augsburg stehen derzeit zwei Brüder vor Gericht. Sie sollen den Polizisten Mathias Vieth getötet und seine Kollegin verletzt haben. Für einen der Angeklagten, Rudi R., wäre es nicht der erste Mord an einem Polizeibeamten.
„Unvergessen“ steht auf einem kleinen, ovalen Schild aus Ton, das von einem Metallrahmen im Jugendstil umgeben ist. Der Gedenkstein hängt im Siebentischwald in Augsburg unweit von jener Stelle, an der Mathias Vieth in der Nacht des 28. Oktober 2011 sein Leben gelassen hat. Der damals 41-jährige Polizeibeamte und seine Kollegin Diana K. hatten routinemäßig zwei Männer kontrollieren wollen, die sich auf einem Parkplatz nahe des Augsburger Kuhsees aufgehalten hatten. Kurze Zeit später war ein Kugelhagel aus Maschinengewehren auf die beiden Beamten niedergegangen. Diana K. wurde dabei leicht an der Hüfte verletzt, doch ihr Kollege Mathias Vieth wurde schlimm getroffen. Sieben Kugeln beendeten das Leben des verheirateten Vaters zweier Kinder. Derzeit stehen die beiden mutmaßlichen Täter, die Brüder Raimund M. und Rudi R., vor Gericht. Sie sollen in jener Nacht das Feuer auf die beiden Beamten eröffnet haben, um einen geplanten Raubüberfall zu vertuschen. Beweise dafür gibt es keine, aber eine sehr dichte Indizienkette, an deren Ende eine Verurteilung wegen Mordes für die Brüder stehen könnte. Im Fall von Rudi R. wäre es nicht das erste Mal, dass er einem Menschen das Leben genommen hat. Der heute 57-Jährige hatte 1975 Bernd-Dieter Kraus erschossen – einen Augsburger Polizeibeamten.
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