Linke fordern kostenlose Windelsäcke

Junge Eltern und pflegende Angehörige kennen das Problem. Die Restmülltonne quillt über von Windeln oder Verbandsmaterial. Wenn dann in der nächsten Woche erst der Müll abgeholt wird, ist das ärgerlich und kann zu Konflikten mit Hausmitbewohnern führen. Gerade junge Familien haben mit der Entsorgung von Windeln und den damit einhergehenden hygienischen Problemen zu kämpfen. Die Mülltonnenkapazität ist schnell ausgereizt. Die Anschaffung größerer Tonnen belastet das Einkommen gerade junger Familien. Bisher müssen die Betroffenen teure Extrasäcke für fünf Euro pro Stück kaufen.

Das will die Linke mit einem Antrag ändern. So soll die Stadt, wie bereits in vielen anderen Städten gängige Praxis, für Familien mit Kindern pro Kind bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres monatlich zwei Windelsäcke kostenlos zur Verfügung stellen. Kranke und alte Menschen, welche an Inkontinenz leiden, bekommen die Windelsäcke ebenfalls unentgeltlich zur Verfügung gestellt.Voraussetzung dafür soll ein ärztliches Attest sein. Dabei könne die Stadt sowohl in puncto Familienfreundlichkeit Akzente setzen, als auch an die Belange der Älteren denken.

Jürgen Siebicke

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