Venedig im Zeichen der Pest

(stz) Die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Medizinhistorischen Museums begeht am Sonntag, 17. Juni, ihren 41. Jahrestag. Aus diesem Anlass lädt sie um 11 Uhr zum öffentlichen Festvortrag mit dem Titel „Pest, Malerei und Staatspropaganda in Venedig“, in den Barocksaal des Stadtmuseums ein. Redner ist der Kölner Kunst- und Medizinhistoriker Professor Klaus Bergdolt (Universität Köln), der zu den führenden Experten für die Geschichte der Pest gehört.

Der „schwarze Tod“ kam im 14. Jahrhundert nach Europa und suchte 400 Jahre lang in regelmäßigen Abständen die Menschen heim. In den Jahren des „großen Sterbens“ war der Tod alltägliche Gegenwart. Die Hilflosigkeit angesichts der Seuche wurde zum Thema in Kunst und Literatur. Die Diskussion geeigneter Abwehrstrategien beschäftigte die Regierungen. In Städten wie Venedig oder Nürnberg war der Handlungsdruck besonders groß. Damals entstanden Pestordnungen, die heute als Anfang des städtischen Gesundheitswesens gelten. Gleichzeitig wurden aber auch Heilige benannt, die den Menschen in Zeiten der Pest Zuflucht und Trost bieten sollten.

Der Eintritt ist frei.


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