Fischessen mit "Allzweckwaffe" Marcel Huber

(dm) Er wird häufig in politischen Kreisen der  „Mann für alle Fälle oder auch die „Allzweckwaffe“ genannt: Der bayerische Umweltminister Marcel Huber, war auf Einladung der Ingolstädter Christsozialen zum traditionellen Fischessen am politischen Aschermittwoch in das Gasthaus Peterwirt (Ingolstadt Unsernherrn) gekommen.
„Ich bin stolz, dass ich nach Ingolstadt eingeladen wurde“, rief der Minister den Gästen im vollbesetzten Peterwirt zu. Zentrale Themen seiner Rede bildeten  die Staatsverschuldung, die Energiewende und die Bildung. Als erfreulich wertete es der Umweltminister, dass Bayern seit 2006 keine Neuverschuldung mehr habe und somit mehr Geld in wichtige Bereiche wie zum Beispiel Bildung oder Straßenbau investieren könne. „Das ist mit ein Grund, weshalb es viele Menschen nach Bayern zieht“, erklärte er und betonte: „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, den jungen Leuten Chancen anstelle von Schulden zu vererben.“ Er wünsche sich ein Land ohne Verschuldung, was durchaus zu erreichen sei: „Wer kann das schaffen, wenn nicht wir.“  Minister Huber sieht in der Energiewende eine große Chance, die man sich keinesfalls entgehen lassen dürfe. Es müsse allerdings eine Trendwende in den Köpfen der Menschen geschehen, um den Ausstieg aus der Atomenergie zu schaffen. Auch hier setzt er große Hoffnung in die CSU, um dieses Ziel zu erreichen. Als einen weiteren Punkt sprach Huber die Bildungspolitik an, insbesondere das Thema Einheitsschule und erteilte dabei der Forderung der SPD nach einem einheitlichen Schulsystem eine Absage. „Wir wollen keine Einheitsschule. Die Existenz  unterschiedlicher Schularten ist notwendig, um ein gerechtes Bildungsangebot zu schaffen, da jeder Schüler unterschiedliche Stärken und Schwächen hat und somit individuell gefördert werden muss.“ Auch um das duale Bildungssystem würden uns andere Länder beneiden. Stolz verkündete der Minister, dass mit der Einführung des Betreuungsgeldes ein wichtiges Zeichen gegenüber den auf eine Betreuung angewiesenen  Familien gesetzt wurde. Abschließend lobte er die vorbildliche Zusammenarbeit mit der Polizei, die ihre Aufgabe sehr gewissenhaft erledige und Bayern zu einem äußerst sicheren Staat mache. Am Ende seiner Rede bedankte er sich auch bei allen Ehrenamtlichen für ihren Anteil an der überaus positiven Entwicklung des Freistaates.

Zu der 35. Auflage im Peterwirt war zahlreich Politprominenz erschienen: Ortsvorsitzender Christian Siebendritt begrüßte unter anderem die beiden Ehrenbürger Alt-OB Peter Schnell, Staatssekretär a. D Hermann Regensburger, Kreisvorsitzenden Hans Süßbauer, Bürgermeister Albert Wittmann,  Integrationsbeauftragten Christian Lösel, Fraktionsvorsitzenden Prof. Joachim Genosko sowie den erst wiedergewählten Kulturreferenten Gabriel Engert.
Vor der Rede des Umweltministers sorgte der Fastenprediger Bruder Barnabas alias Martin Dick für kabarettistische Unterhaltung. Dabei nahm er so manch einen Politiker auf die Schippe wie zum Beispiel Prof. Genosko: „Ich hoffe, Sie haben in dem geforderten Budget für das neue Hallenbad auch das Wasser für das Bad miteinbezogen.“ Die Idee einer Liveübertragung der Stadtratsitzungen nahm er auch auf´s Korn: „Die Sendung wäre doch ein Volltreffer. Kostenlos und lustig, zumal die meisten Stadträte ja schauspielerisches Talent besitzen.“ Auch der amtierende Bundespräsident Horst Seehofer wurde derbleckt: „Wie er es wohl verkraften wird, wenn er nach seinem derzeitigen Amt „nur noch“ Ministerpräsident ist.“

Fotos: Kajt Kastl

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