Zahlen über Zahlen!

(mb) Bei der Sitzung am Mittwochabend hatte der Bezirksausschuss Nordost eine wahre Herkulesaufgabe zu bewältigen. Alles drehte sich ausschließlich um den Bürgerhaushalt 2013. Es gab eine ganze Menge an Anträgen zu bearbeiten. Auch Stadträtin Christina Hofmann (CSU) befand sich unter den Zuhörern im Pfarrsaal St. Josef.

„Wir haben wirklich gut diskutiert“, so das Fazit des Abends von Eckehard Gebauer, dem Vorsitzenden des BZA Nordost. Er zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis der Sitzung. Die Aufstellung zum Bürgerhaushalt 2013 wurde einstimmig angenommen. Bis dahin war es jedoch wirklich kein leichter Weg.

Denn woran es anderen Stadtbezirken mangelt, hat der Nordosten offensichtlich im Überfluss. Die Anträge zum Bürgerhaushalt 2013 machten eine Summe von rund 400 000 Euro aus – bei einem Budget von insgesamt nur 151 000 Euro. Da gab es also eine Menge auszusortieren! „Dann führen wir jetzt erst einmal eine Grundsatzdiskussion darüber, was wir überhaupt fördern wollen“, eröffnete Eckehard Gebauer das Spiel mit den Zahlen. Obwohl es um das scheinbar wichtigste Thema der Welt ging, nämlich um’s Geld, verlief die Sitzung in den Reihen des BZA in ausgesprochen friedlicher Atmosphäre. Über die wichtigsten Ausgabeposten war man sich überwiegend einig – ansonsten wurde immer auch ein Kompromiss gefunden.

Insbesondere die Förderung der verschiedenen Schulen im Stadtbezirk stellte sich als recht schwieriges Thema heraus. Dabei wurde einer davon bisher kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Roberts Kriegers, Sonderschulrektor des Caritas-Zentrums St. Vinzenz, ergriff die Gelegenheit den BZA genauer über die Tätigkeiten der Einrichtung zu informieren. Für den nächsten Sitzungstermin am 19. Juli soll es zudem eine Führung durch die Schule geben. Eine bessere, modernere technische Ausstattung würde den Kindern mit Behinderung viele Chancen bieten, so Roberts Kriegers. So wurden beispielsweise vier iPads und vier Beamer für den Bürgerhaushalt 2013 beantragt. Ganz im Sinne der Gleichberechtigung erhält St. Vinzenz nun 4 000 Euro, genau wie die anderen Schulen im Nordosten.

Die Leiterin des Kindergartens St. Konrad, Jutta Berger, nahm ebenfalls an der Sitzung am Mittwochabend teil. „Wir würden uns über jede Unterstützung freuen“, erklärte sie vor den Mitgliedern des BZA. Die Anträge der Kindergärten im Stadtteil wurden mit jeweils 1 000 Euro in den Bürgerhaushalt aufgenommen. Außerdem werden der Donaustrand und der Nordpark mit mobilen WC-Anlagen für weitere 6 000 Euro ausgestattet. Sollte dann noch der eine oder andere Antrag leer ausgegangen sein, wurde schnell eine kreative Lösung gefunden. Die Spielgeräte am Spielplatz in der Christoph-von-Schmidt-Straße könne man ja die Kinder selbst bemalen lassen, so der Vorschlag von Christina Hofmann.

Alles in allem fand die Diskussion also ein für die Beteiligten wohl recht zufriedenstellendes Ende. Immerhin hatte sich Eckehard Gebauer hohe Ziele gesteckt: „Ich will ein Zeichen setzen. Nicht nur mit dem Knüppel zu allem gleich nein sagen.“

 

 


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