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"Um der Würde willen!"
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- Veröffentlicht am Sonntag, 11. Dezember 2011 13:50
Am 15. Tag der Menschenrechte hat man sich die Religionsfreiheit zum Schwerpunkt gesetzt.
Gleich doppelter Grund zum Feiern: Zum Einen fand der 15. Tag der Menschenrechte statt, zum Anderen war auch das 50.jährige Jubiläum von Amnesty International ein Grund zur Freude.
„Was sind eigentlich Menschenrechte?“, begann Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, seinen Vortrag zum Thema „Tauziehen um die Religionsfreiheit – ein Menschenrecht in der Krise?“
Die Menschenrechte sind laut Gesetz ganz klar definiert: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechte geboren.“ „Diese Rechte sind für Menschen, weil sie Menschen sind. Sie müssen dafür keinen Vertrag unterschreiben. Sie sind elementar, unvoreingenommen, nicht verhandelbar oder kaufbar. Sie sind universell gültig“, bekräftigte Bielefeldt.
Was für uns in Deutschland ganz natürlich scheint, ist in vielen Ländern noch keine Selbstverständlichkeit. Folter, Erschießung, Todesstrafe – das drohen in manchen Ländern denjenigen, die sich für Menschenrechte einsetzen.Auch die Zeugen Jehovas sind ein Beispiel für Menschenrechts-Missachtung. Sie sind eine der meist verfolgtesten Religionsgruppen in Deutschland. Staatsreligionen können ebenso als Beispiel für die mangelnde Durchsetzung der Menschenrechte herangezogen werden.
Doch nicht nur außerorts gibt es Beispiele für die Missachtung – Kreuze und morgendliche Gebete in den Schulgebäuden – „Ist das nicht eigentlich auch eine Diskriminierung Andersgläubiger?“, fragte Bielefeldt in die Runde. „Genau genommen schon. Doch oft wird das nur als ‚kulturell geprägt’ bezeichnet.“ Natürlich handele es sich dabei um eine vergleichsweise harmlose Menschenrechts-Verletzung.
Der Ingolstädter Tag der Menschenrechte beabsichtigt, ein Zeichen der Solidariatät für all jene zu setzen, die unter Menschenrechtsverletzungen leiden und im Einsatz für Gerechtigkeit, Demokratie und Rechtsstaaltichleit Opfer geworden sind.
Für musikalische Unterhaltung sorgte die afrikanische Sängerin Djatou Touré, die seit 1007 in Europa lebt, zusammen mit ihrem Vater Soulmane Touré und Frank Schellenberger (Keyboard). Zahlreiche Stände boten außerdem die Möglichkeit, sich umfassend über das Thema Menschrechte zu informieren, teilweise konnten sogar Weihnachtskarten an Opfer von Menschenrechts-Verletzungen (die nun z.B. im Gefängnis sind) geschrieben werden. (ml)

Kulturreferent Gabriel Engert bei der Eröffnungsrede.

Sängerin Djatou Touré sorgte zusammen mit Vater Soulmane Touré und Keyboarder Frank Schellenberger für musikalische Unterhaltung.