Klauen, pöbeln und fälschen - Polizeibericht
- Details
- Veröffentlicht am Freitag, 03. August 2012 16:00
Klauen und Fälschen
Zwei 14-jährige Jungen suchten am Donnerstag Nachmittag gemeinsam einen Verbrauchermarkt in der Münchner Straße auf. Dabei entwendete jeder von ihnen zwei Schachteln Zigaretten. Der Kaufhausdetektiv hatte die zwei Ingolstädter jedoch bei ihrem Vorgehen beobachtet und stellte sie an der Kasse. Dabei gab es einen weiteren Vorfall. Einer der Jungen hatte sich zwei Six Pack Bier aus dem Regal genommen und diese an der Kasse zum Bezahlen vorgelegt. Als die Angestellte nach seinem Ausweis fragte, zeigte ihr der 14-Jährige seinen Schülerausweis. Hier war ein Geburtsjahr eingetragen, das ihn zwei Jahre älter machte, denn erst mit 16 Jahren ist man befugt, Bier zu kaufen. Dem Ladenpersonal kam der Ausweis bereits verdächtig vor und die herbeigerufene Polizeistreife konnte ihn endgültig als Fälschung identifizieren. Wer das Dokument gefälscht hat, muss noch ermittelt werden, der Betroffene ist auf jeden Fall strafbar, da er den Schülerausweis „gebraucht“ hat, wie es im Gesetz heißt.
Ein weiterer Diebstahlsfall, der sich bereits am zurückliegenden Freitag in einem Bekleidungsgeschäft Am Westpark ereignet hat, wurde bei der Polizei schriftlich zur Anzeige gebracht. Das Schreiben ging am Donnerstag ein. Eine 35-jährige hatte sich im Geschäft aufgehalten und 14 Kleidungsstücke im Gesamtwert von über 300 Euro in ihrem mitgeführten Kinderwagen verstaut. Zuvor hatte sie die Etiketten entfernt und an unterschiedlichen Stellen des Geschäfts zurückgelassen. Als sie das Geschäft verließ ohne zu bezahlen, wurde sie von einem Detektiv, der sie bei ihrem Vorgehen beobachtet hatte, gestellt. Weil die 35-Jährige ihre Tat sofort zugab und sämtliche Waren wieder herausrückte, wurde auf die Zuziehung der Polizei zur Tatzeit verzichtet. Der Frau, die in einer Gemeinde des Landkreises Eichstätt zu Hause ist, wird ein Hausverbot erteilt, außerdem hat sie ein Verfahren wegen Diebstahls zu erwarten.
Kraftrad und Pylonen geklaut
Ein 60-Jähriger wollte am Mittwoch Abend seinen Roller besteigen und wegfahren. Trotz mehrfachen Versuchs sprang das Kraftrad jedoch nicht an. Der Ingolstädter, der sich im Bereich der Südlichen Ringstraße befand, machte sich daraufhin die Mühe, das Gefährt zu seiner Stammwerkstatt zu schieben, die sich in der Siemensstraße befindet. Als er diese gegen 20:00 Uhr erreichte, hatte das Unternehmen bereits geschlossen. Der Ingolstädter stellte den Roller am Firmengelände ab und sicherte es mit der Lenkradsperre. Als er sich im Laufe des Donnerstag erkundigen wollte, was die Ursache des Defekts sei, war man in der Werkstatt ganz erstaunt, denn als um 08:00 Uhr geöffnet wurde, war kein Roller vorhanden. Ein Unbekannter muss das Kraftrad, Marke Kwang Yang mit schwarzer Lackierung, in der angegebenen Zeitpanne am Firmengelände entwendet haben.
Ein eher amüsant klingender Fall, der aber rechtlich auch als Diebstahl zu bewerten ist, ereignete sich am Donnerstag Abend gegen 22:40 Uhr in der Münchner Straße. Ein Hundeführer, der mit seinem Tier und dem Dienstwagen unterwegs war, erblickte an einer Fußgängerampel im Bereich des Hauptbahnhofs zwei Personen, von denen jede eine orangefarbene Pylone als Hut aufgesetzt hatte und auf grünes Licht wartete. Der Polizeibeamte hielt das Pärchen an und fragte nach der Herkunft der „Kopfbedeckungen“. Der 31 Jahre alte Eichstätter und die 16-jährige Ingolstädterin gaben sofort zu, dass sie die Gegenstände von einer ca. 150 m weiter nördlich gelegenen Straßenbaustelle weggenommen hatten, weil sie sich einen Spaß machen wollten. Da nicht davon auszugehen ist, dass die Kegel, die der Absicherung der Gefahrenstelle dienten, wieder zurückgebracht werden sollten, muss der Staatsanwalt über das weitere Verfahren entscheiden. Natürlich gaben die Betroffenen dem Beamten ihre Hüte freiwillig heraus und dieser brachte sie an die Gefahrenstelle zurück.
Pöbelnder Taxigast muss in Gewahrsam
Ein 49-Jähriger aus dem Gemeindebereich Manching wollte sich in den frühen Morgenstunden des Freitag von Ingolstadt aus nach Hause fahren lassen und bestellte ein Taxi. Als das Fahrzeug erschien nahm der Mann neben der 43 Jahre alten Fahrerin Platz. Bereits zu Beginn der Fahrt muss der sichtlich stark alkoholisierte Gast gegenüber der Wagenlenkerin sehr lästig geworden sein, worauf sich bald ein heftiger Streit entwickelte. Als die 43-Jährige schließlich Manching erreicht hatte wurde es ihr zu bunt. Sie hielt an und forderte den Mann auf, auszusteigen. Weil dieser nicht im Traum daran dachte und seine Stänkereien und sonstigen belästigenden Verhaltensweisen fortsetzte rief die Frau die Polizei. Das Verhalten des 49-Jährigen änderte sich allerdings auch nicht als eine Streifenbesatzung eingetroffen war, im Gegenteil: Der Mann leistete den Aufforderungen der Ordnungshüter keinerlei Folge und brüllte auch sie heftig an. Weil keine Chance bestand, die Emotionen herunterzufahren, wurde der Mann wieder nach Ingolstadt zurückgebracht, jetzt allerdings in den Haftraum der Polizei. Als er dann um die Mittagszeit seinen Rausch deutlich verringert und sich auch insgesamt wieder beruhigt hatte, wurde er wieder entlassen. Eine Alkotest gegen 05:00 Uhr hatte einen Promillewert von 2,9 ergeben.
Bei Verkehrskontrolle rastet Beifahrer aus
Als eine Streifenbesatzung in der Nacht zum Freitag um 02:10 Uhr in der Theodor-Heuß-Straße einen Pkw anhielt, sollte ursprünglich nur der Fahrer und evtl. das Fahrzeug überprüft werden. Schnell hatte sich allerdings der Schwerpunkt der Maßnahme in Richtung Beifahrer verlagert. Während die Beamten ihre Tätigkeit ausführten, verließ der 23-Jährige das Fahrzeug. Dabei fiel ihm ein Päckchen mit Pulver und Tabletten zu Boden. Da der Mann in dieser Beziehung kein unbeschriebenes Blatt war, wurde sofort der Staatsanwalt verständigt, der eine Wohnungsdurchsuchung anordnete. Es wurde dort zwar nichts weiteres Verdächtiges aufgefunden, doch hatten die Beamten während des gesamten Vorgangs ihre liebe Mühe, den permanenten Aggressionen des Betroffenen zu entgehen. Körperliche Attacken wechselten sich mit massiven Beleidigungen und Bedrohungen ab. Ein Beamter wurde durch einen Faustschlag leicht verletzt. Nach der Durchsuchungsaktion musste der 23-Jährige in den Haftraum der Polizei gesperrt werden, um weiteres strafbares Verhalten zu unterbinden. Gegen 09:00 Uhr hatte er sich dann wieder so weit beruhigt, dass er aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen werden konnte. Den Ingolstädter erwartet ein Strafverfahren wegen mehrerer Delikte.
Ihr gewähltes Bezahlmodell wird nach Ablauf der Zeit automatisch beendet.
Per Handy bezahlen
Nur Telefonnummer eingeben